Soziale Berufe mit Sinn

Sozialcourage 2/2020 - Sommer

Neue Pflegeausbildung startet im September 2020

Die Caritas Berufsfachschulen für Pflege starten im September 2020 mit der generalistischen Pflegeausbildung. „Mit der bundesweit einheitlichen Ausbildungsreform wird der Pflegeberuf deutlich aufgewertet“, freut sich Caritas-Vorstand Thomas Schwarz. Die künftigen Fachkräfte lernen jetzt die gleichen Inhalte in Theorie und Praxis für die Fachpflege von Menschen aller Altersgruppen. Im dritten Jahr vertiefen sie ihren jeweiligen Schwerpunkt der Altenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Dabei arbeiten verschiedene Ausbildungsstätten eng zusammen: Einer der 30 ambulanten Pflegedienste oder eines der 26 Altenheime der Caritas in Oberbayern sowie ausgewählte Krankenhäuser als Kooperationspartner vermitteln als Ausbildungsträger praktische Kenntnisse, die Caritas Berufsfachschulen für Pflege theoretische Inhalte. Praktische Ausbildungsbereiche sind die stationäre Langzeit- und Akutpflege, ambulante Pflege, Pädiatrie, Palliativpflege, Psychiatrische Pflege und Rehabilitation. 

Vielfältige Einsatzfelder für Fachkräfte mit guter Perspektive
Der Abschluss zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann bietet vielfältigere Einsatzmöglichkeiten, eröffnet Karriereperspektiven und ist europaweit anerkannt. Das bisherige Schulgeld entfällt. Eine angehende Pflegefachkraft erhält jetzt bei der Caritas schon im ersten Jahr eine Ausbildungsvergütung von bis zu 1.300 Euro. Über die drei Ausbildungsjahre verdient sie 100 Euro mehr als etwa ein angehender Mechatroniker und 250 Euro mehr als alle Azubis im Durchschnitt. Pflegefachkräfte haben zudem gute Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden. Die Caritas bezahlt nach den Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR), die an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes angelehnt sind. Fachkräfte in der Altenpflege verdienen bei der Caritas rund 500 Euro mehr als bei anderen Trägern. (Quelle: Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V.). „Wir liegen mit unseren Gehältern für Pflegekräfte im Branchenvergleich an der Spitze (…). Pflegefachkräfte bei der Caritas verdienen derzeit bis zu 3.890 Euro “, bestätigt Norbert Altmann, der Sprecher der Dienstgeberseite der arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbands. Hinzu kommen monatliche Zeitzuschläge und die betriebliche Altersvorsorge. 

Caritas ist attraktiver Arbeitgeber
Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. ist mit über 9.000 Mitarbeitenden in mehr als 350 karitativen Einrichtungen und Diensten tätig und damit der größte Arbeitgeber im Sozialbereich in Oberbayern. Die Caritas bietet attraktive Leistungen wie zum Beispiel betriebliche Altersvorsorge und Krankenzusatzversicherung, regelmäßige Weiterbildung der Mitarbeiter/-innen, Exerzitienzeit, Jobticket, Arbeitgeber-Zuschuss zu vermögenswirksamen Leistungen, zusätzliche Vergütung bei Wochenend- und Feiertags-arbeit sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld.  Mitarbeitende haben 30 Tage Urlaubsanspruch bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39 Stunden für eine Vollzeitstelle. 

Voraussetzungen für die Ausbildung
Bewerber/-innen sollten gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift besitzen (mindestens B2-Niveau) und entweder einen Abschluss zum Pflegefachhelfer, einen Realschulabschluss oder einen Mittelschulabschluss mit zweijähriger abgeschlossener Berufsausbildung haben. Auch die einjährige Ausbildung zum/zur Pflegefachhelfer/-in ist ein guter Einstieg in den Pflegeberuf. Die Caritas-Berufsfachschulen bilden aus und stellen zum September 2020 auf den einheitlichen Lehrplan für Pflegehilfskräfte in Altenheimen, Krankenhäusern oder Kinderkrankenhäusern um.

Interessierte bewerben sich bei www.caritas-nah-am-naechsten.de/jobs/ausbildung. Weitere Informationen unter www.caritas-pflegeausbildung-bayern.de. 

Text: Manuela Dillmeier
Foto: didesign/AdobeStock




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