Die Zeitschrift Sozialcourage

Die Zeitschrift "Sozialcourage" ist für Caritas-Mitglieder, Freunde, Förderer, Spender/innen, Sammler/innen, Kooperationspartner/innen und alle, die an sozialen Fragestellungen und Caritas-Themen interessiert sind.

Sozialcourage erscheint viermal im Jahr
Das unterhaltsame und informative Magazin erscheint vier Mal im Jahr und wird vom Deutschen Caritasverband in Freiburg herausgegeben. Regionale Caritasverbände aus dem ganzen Bundesgebiet berichten darin über soziale Brennpunktthemen, ihre soziale Arbeit, ehrenamtliches Engagement oder sozialpolitische Entwicklungen.

Infos aus München und Oberbayern
Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising hat innerhalb der Sozialcourage eigene Seiten mit Reportagen, Portraits und Kurzberichten aus seinen Einrichtungen und Projekten für Familien, Kinder und Jugendliche, Flüchtlinge oder alte, kranke und behinderte Menschen. Außerdem präsentieren die Landkreise Freising, Erding, Rosenheim, Miesbach, Garmisch, Ebersberg, Dachau und Pfaffenhofen in ihren individuellen Beilagen, was bei ihnen vor Ort in den Caritas-Zentren angeboten wird. 


Ausbildung statt Abschiebung: Geflüchtete menschenwürdig behandeln

Sozialcourage 03/2021 - Herbst

Saidu könnte in der Bäckerei Strohmaier in Mühldorf eine Ausbildung machen.
Foto: Andrea Langstein / Caritas Mühldorf

„Tuut –, tuut –, tuut – …“ Das Telefon klingelt, niemand hebt ab. „Langsam mache ich mir Sorgen um Saidu* , hoffentlich hat er sich nichts angetan.“ Eva-Maria Wagenstetter schaut aus ihrem Bürofenster im Caritas-Zentrum Mühldorf. Zwei Kinder spielen auf dem Kirchenplatz von St. Nikolaus zwischen den Bäumen Fangen, während die Eltern ihren Eisbecher und die Sonne auf dem Bankerl genießen. Es sind Pfingstferien. Die Menschen lachen, scherzen und freuen sich über die neu gewonnene Freiheit nach Monaten des Lockdowns. Nicht so Saidu. Er hat Angst, nach Sierra Leone abgeschoben zu werden.


Emanzipiert und warmherzig: Eine Stifterin im Geiste Pater Rupert Mayers

Sozialcourage 03/2021 - Herbst

Lydia Raschbichler vor ihrem Lieblingslokal.
Foto: Sabine Walkowiak

„Zeitlebens war Lydia Raschbichler eine gesellige Frau mit wachem Verstand und großem Herzen!“, so erinnert sich ihr Freundeskreis an die alte Dame. Als sie im vergangenen Jahr im Alter von über 90 Jahren starb, trauerten viele in ihrem Heimatort Bad Aibling. Sie war Gründungsmitglied des dortigen Nachbarschaftsrings, besuchte regelmäßig ihren Seniorenstammtisch im Café Moosmühle in einem Nachbarort und lud gerne Freunde und Bekannte in ihr schönes historisches Elternhaus in die Schmiedgasse zu Kaffee und Kuchen ein.


Pflegekräfte brauchen Rückhalt – eine App trainiert Resilienz

Sozialcourage 03/2021 - Herbst

Eine Handy-App kann bei helfenden Berufen die psychische Widerstandskraft (Resilienz) trainieren.
Foto: Kim Pfeiffer/Caritas München

„Arbeitnehmende in der ambulanten und stationären Pflege leiden alarmierend häufig oft an psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel Burnout und nicht erst seit Corona sind die belastenden Bedingungen bekannt, unter denen Pfleger und Pflegerinnen seit Jahren arbeiten“, berichtet Theresa Hirtreiter-Hochbach, Referentin für Innovation und Organisationsentwicklung im Diözesan-Caritasverband. Neben der Notwendigkeit, diese Bedingungen zu verändern, sei die Stärkung der psychischen Widerstandskraft in helfenden Berufen auch unabhängig von einer pandemiebedingten Krise wichtiger Bestandteil von Gesundheitserhaltung und -förderung am Arbeitsplatz. Die Resilienz-App „Singleton Care“ soll dazu beitragen.