Die Zeitschrift Sozialcourage

Die Zeitschrift "Sozialcourage" ist für Caritas-Mitglieder, Freunde, Förderer, Spender/innen, Sammler/innen, Kooperationspartner/innen und alle, die an sozialen Fragestellungen und Caritas-Themen interessiert sind.

Sozialcourage erscheint viermal im Jahr
Das unterhaltsame und informative Magazin erscheint vier Mal im Jahr und wird vom Deutschen Caritasverband in Freiburg herausgegeben. Regionale Caritasverbände aus dem ganzen Bundesgebiet berichten darin über soziale Brennpunktthemen, ihre soziale Arbeit, ehrenamtliches Engagement oder sozialpolitische Entwicklungen.

Infos aus München und Oberbayern
Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising hat innerhalb der Sozialcourage eigene Seiten mit Reportagen, Portraits und Kurzberichten aus seinen Einrichtungen und Projekten für Familien, Kinder und Jugendliche, Flüchtlinge oder alte, kranke und behinderte Menschen. Außerdem präsentieren die Landkreise Freising, Erding, Rosenheim, Miesbach, Garmisch, Ebersberg, Dachau und Pfaffenhofen in ihren individuellen Beilagen, was bei ihnen vor Ort in den Caritas-Zentren angeboten wird. 


Nah am Nächsten: Corona-Krise fordert kreative Lösungen in der sozialen Arbeit

Sozialcourage 3/2020 - Herbst

Hygienemaßnahmen erleichtern die Besuchsöffnung in Altenheimen.
Foto: AdobeStock / Ocskay Mark

Im März 2020 hat sich Welt verändert und damit auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Millionen Menschen. Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus hatte Bayern zunächst eine zweiwöchige Ausgangssperre verhängt und diese bis zu den Lockerungen im Juni immer wieder verlängert oder an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Das Verlassen der eigenen Wohnung war nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählten unter anderem der Weg zur Arbeit und Hilfen für andere Menschen. Die sogenannten systemrelevanten Berufs-gruppen waren plötzlich in aller Munde: Krankenpflegerinnen / Krankenpfleger, Altenpflegerinnen / Altenpfleger, Erzieherinnen / Erzieher, Polizistinnen / Polizisten, Busfahrerinnen / Busfahrer. Die Wertschätzung für soziale Berufe war in Gesellschaft und Politik angekommen.


Die Stifterin Rosmarie Pittermann

Sozialcourage 3/2020 - Herbst

Die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung dankt der verstorbenen Rosmarie Pittermann für ihre Großzügigkeit!
Foto: privat

Sie war eine willensstarke Frau, eine bekannte Persönlichkeit in ihrem Heimatort Eichenau bei Fürstenfeldbruck. Die katholische Kirche, die Jugendarbeit und die musikalische Früherziehung prägten ihr Leben und ihr Vermächtnis. 1923 wurde Rosmarie Pittermann in Eichenau geboren, als der Ort nur 500 Einwohner und noch keine Kirche hatte. Als Rosmarie drei Jahre alt war, zogen ihre Eltern mit ihr nach München. Dort erlebte das Mädchen einen Teil des Krieges sowie ihre gesamte Schulzeit bei den Armen Schulschwestern. Ihren Vater im Alter von acht Jahren überraschend zu verlieren, prägte sie als Kind ebenso wie die bangen Stunden in Luftschutzkellern während der Bombenangriffe oder das Flammenmeer über München, das den Himmel bis nach Eichenau bedrohlich erleuchtete. Nach dem Tod des Vaters zogen Mutter und Tochter in ihren Heimatort zurück und überlebten die Kriegs- und Nachkriegszeit mit Hilfe von Hühnern, einer Ziege und dem Garten um ihr bescheidenes Häuschen.


Caritas-Bilderbuchprojekt: Nachhaltig und inklusiv

Sozialcourage 3/2020 - Herbst

Der Dachauer Gartentrupp ist stolz auf seinen Obstgarten.
Foto: Pippig / Caritas Dachau

Die Caritas-Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Dachau zeigt Umweltbewusstsein. Die Mitarbeitenden in der Landschaftspflege bauen Bio-Obst zur Selbstversorgung und für die Region an. Werkstattleiter Robert Pippig ist überzeugt davon, dass Inklusion und Nachhaltigkeit sehr gut zusammenpassen. Es grünt, blüht, summt und brummt in Dachau bei München: Über 100 Sträucher und Bäume wurden von den Landschaftspflege-Gruppen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in diesem Jahr auf rund 320 Quadratmetern im Landkreis angebaut. In Zukunft sollen fleißig Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Äpfel und Birnen geerntet werden.