Sozialpolitische Positionen

Wählt Menschlichkeit!

Caritas ist immer auch politisch. Sie ist keine Partei, ergreift aber Partei:
 
- für Menschen, die am Rande der politischen, medialen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit leben und deren Nöte und Anliegen allzu oft übersehen werden.

- für Menschen, die von Benachteiligung und Ausgrenzung betroffen sind und denen echte Teilhabe verweigert wird.

- für Gruppen, die unter Vorurteilen, Abwertungen und Feindseligkeit leiden,

- gegen alle rechtspopulistischen und menschenfeindlichen Versuche, benachteiligte Gruppen gegeneinander auszuspielen und bestimmte Gruppen zu Sündenböcken zu machen, statt sich um Gerechtigkeit für alle zu bemühen,

- für eine menschliche Gesellschaft, in der alle Menschen teilhaben und sich entfalten können – weil sie eben Menschen sind.
Titel-Geschäftsbericht-Caritas-1718-kl
Caritas-Mitarbeitende bilden ein lebendiges Wahlkreuz.
Hände mit Kleingeld

Positionierungsschwerpunkte: Armut, Integration, Inklusion, Wohnraum

Alle Caritas-Kollegen appellieren: Wählt Menschlichkeit!
Wer auch „Menschlichkeit wählen“ und nach der Wahl die reale Politik kritisch begleiten will, sollte aus Sicht der Caritas folgende Forderungen berücksichtigen:

- vermeiden, Existenzminimum sichern und echte Teilhabe ermöglichen
- und Zusammenhalt in der Zuwanderungsgesellschaft fördern
- eineschaffen und gestalten

Zur Bayerischen Landtagswahl 2018 haben wir außerdem Forderungen rund ums Thema Wohnen formuliert, passend zu unserer .

Die Mieten steigen in rasendem Tempo und haben das Wohnen zur entscheidenden sozialen Frage unserer Zeit gemacht. Deshalb finden wir: Bauen tut Not, vor allem im sozialen Wohnungsbau. Die ungleiche Verteilung von Wohnraum spaltet die Gesellschaft – zumindest in solche, die eine Wohnung haben und solche, die keine haben und auch keine kriegen. In München sind das schon 9000 Obdachlose, darunter 1600 Minderjährige.
 
Wohnungsnot betrifft aber nicht mehr nur die sozial Schwachen, Alleinerziehende, Studierende und arme Rentnerinnen. Nein, Wohnungsnot trifft massiv auch die bürgerliche Mitte. Sie werden zu den „Working Poor“, weil fürs Wohnen weit mehr als die als sozialverträglich geltenden 30 Prozent bezahlt werden müssen. Auch Polizisten, Erzieherinnen. Pflegefach- und -hilfskräfte, Sozialberater oder Verwaltungsmitarbeiter müssen weit ins Oberland ziehen, um eine vernünftige und finanzierbare Bleibe zu finden.
 
Die Politik darf die Menschen nicht alleine lassen in ihrer Not. Sie muss sich im Kampf gegen die Wohnungsnot mehr anstrengen.
Deshalb fordern wir in 
  • von Bundesbauminister Horst Seehofer eine große Wohnungsbau-Offensive,
  • von Ministerpräsident Markus Söder mehr staatliche Wohnungsbaugesellschaft und Genossenschaften und
  • von Oberbürgermeister Dieter Reiter eine Verdoppelung der Bindungsfrist für Sozialwohnungen bei den EOF-Modellen (EOF=Einkommensorientierte Förderung) auf 50 Jahre.

Materialien zur Kampagne

Die Aktionen rund um die Wahlkampagne werden mit verschiedenen Werbematerialien wie Plakaten, Aufklebern und Bierdeckeln bekannt gemacht.

Wahl-Entscheidungshilfe: Menschlichkeit wählen

Auch unsere Caritas-Kollegen aus den Geschäftsführungen appellieren: Wählt Menschlichkeit!
Mit den Aktionen und den Materialien wollen wir nicht nur ein Zeichen setzen gegen Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile, sondern auch gegen Ausgrenzung und Tendenzen der Entsolidarisierung – ganz gleich um welche Betroffene es sich dabei handelt. Wir wollen Stellung beziehen und daran erinnern, welche Werte für eine freie, offene, vielfältige Gesellschaft stehen und unbedingt notwendig sind: (Mit)-Menschlichkeit,  Respekt, Solidarität und Wertschätzung. Mit unserem Aktiv-Sein und unserer Einmischung wollen wir keine konkrete Wahlempfehlung aussprechen, sondern als Entscheidungshilfe dazu auffordern, Menschlichkeit zu wählen.